Dieses freie Projekt war eine Befreiung für mich. Im Fotofach lernte man stets, Regeln einzuhalten und nicht aus der Reihe zu tanzen. Bitte nicht schief, niemals Körperteile an der falschen Stelle abschneiden. Meine eigenen Bilder waren dementsprechend kahl und gerade. 

Als wir an der Schule die Chance bekamen, uns während eines halben Jahres fotografisch mit dem zu beschäftigen, was mir möchten, war ich erst Ratlos. Ich wollte etwas machen, mit dem ich mich langfristig wirklich beschäftigen konnte, etwas, dass mich interessierte. Fotografen inspirierten mich, die keine Bilder nach Richtlinien machten. Trashige Bilder, die mich auf eine besondere Art beeindruckten. Und das war es, das wollte ich auch machen.

 

Während eines halben Jahres zog ich durch die Clubs von Zürich. Ich dokumentierte mit einer Analogen Kamera das Nachtleben der Jugendlichen. Über 20 Filme füllte ich in dieser Zeit, eine immense Anzahl Bilder kamen zusammen. Ich freute mich über das vielseitige Ergebnis.